PowerShift

Liebe*r ,

in unserer neuen Ausgabe können Sie nachverfolgen, warum die Wärmewende nur dann ein Erfolg wird, wenn sie konsequent klimaneutral und zugleich sozial gerecht gestaltet wird.
Außerdem beleuchten wir mit unserer neuen Studie, wie die EU-Rohstoffstrategie Wasserressourcen, Umweltstandards und Beteiligungsrechte unter Druck setzt.
Dazu kommen Einordnungen zur Rohstoff- und Handelpolitik in den neuesten Podcastfolgen sowie die morgige Veranstaltung zum Gasausstieg!

Viele Grüße aus Berlin

Ihr PowerShift-Team

 
PowerShift Publikationen 
 
Titelbild Wärmewende
Klimaneutral und bezahlbar heizen: Wie die Wärmewende gelingen kann

Die Wärmewende entscheidet mit darüber, ob Klimaschutz gelingt – und ob er sozial gerecht gestaltet wird. Denn noch immer heizen viele Gebäude fossil, mit hohen Emissionen und hohen Kosten für Mieter*innen und Haushalte. Am Beispiel Berlin zeigen wir, wie die Wärmewende gelingen kann. Der Berliner Wärmeplan kann jetzt die Richtung vorgeben: weg von Gas und Öl, hin zu einer erneuerbaren, verlässlichen und bezahlbaren Wärmeversorgung. Damit das funktioniert, braucht es jedoch mehr als Technik – nötig sind klare politische Entscheidungen, Investitionen und ein wirksamer Schutz vor steigenden Wohnkosten. Der Rückkauf des Fernwärmenetzes eröffnet Berlin die Chance, Wärmeversorgung am Gemeinwohl statt an Rendite auszurichten. Klimaneutrales und bezahlbares Heizen ist möglich – wenn die Politik die Wärmewende jetzt entschlossen und sozial gerecht vorantreibt. Mehr dazu zeigt unser neues Factsheet, in dem wir zentrale Herausforderungen und politische Ansatzpunkte für eine sozial gerechte Wärmewende in Berlin beleuchten. Sie können es bei uns kostenlos als Druck bestellen oder erhalten es als Pdf zum Download.
 

Zur Publikation & mehr Informationen hier
 
Titelbild Studie
Wasserressourcen und öffentliche Beteiligung in der europäischen Rohstoffpolitik

Die EU will mit dem Critical Raw Materials Act ihre Rohstoffversorgung absichern, beschleunigt dafür aber Genehmigungsverfahren für sogenannte strategische Projekte – mit erheblichen Risiken für Gewässerschutz und Beteiligungsrechte. Die neue gemeinsame Studie von PowerShift und NABU zeigt, dass verkürzte Fristen, unvollständige Informationen und der politische Vorrang für Rohstoffprojekte Mitsprache entwerten und Konflikte verschärfen können. Besonders problematisch sind die Lücken beim Schutz von Wasserressourcen: Für mehrere bergbaurelevante Stoffe fehlen bis heute klare Standards, während Verschmutzung und hoher Wasserverbrauch Ökosysteme und Trinkwasserversorgung direkt bedrohen. Hinzu kommt, dass das Prinzip des „überragenden öffentlichen Interesses“ den Gewässerschutz politisch ins Hintertreffen geraten lassen kann. An Fallbeispielen aus mehreren EU-Ländern macht die Studie deutlich, wie sich diese Risiken bereits heute in der Praxis zeigen. Unsere neue Studie macht deshalb klar: Europas Rohstoffpolitik braucht verbindliche Schutzplanken, echte Transparenz und wirksame Beteiligung, wenn sie ökologisch tragfähig und demokratisch legitim sein soll. Sie zeigt, was sich jetzt ändern muss, damit Versorgungssicherheit nicht auf Kosten von Wasser, Umwelt und Rechten der Betroffenen geht.

Zur Zusammenfassung & Studie hier
 
Spendenaufruf PowerShift
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Für eine sozial gerechte Wärmewende und eine verantwortungsvolle Rohstoffpolitik braucht es unabhängige Expertise und politischen Druck.

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PowerShift Termine
 
Titelbild Veranstaltung Gasausstieg
10 Städte, 10 Veranstaltungen, eine Bewegung! – Speakerstour kommt nach Berlin

Freitag 10. April 2026, 18:00 - 20:00 Uhr Berlin

Die Bundesregierung will unter der Leitung von Bundesministerin Katharina Reiche 20 neue Gaskraftwerke bauen. Ein Plan, der unser aller Lebenskosten steigen lassen wird und mit dem zehn Milliarden Steuergelder verpulvert werden.

Auf der Veranstaltung werden Speaker*innen von Debt4Climate, Powershift, Frag den Staat und Movement Hub zu den Themen globale Gerechtigkeit und Ausbeutung des globalen Südens, Gasausbau in Deutschland, Rechenzentren und Gasboom, sozial gerechte Wärmewende von unten und Protestaktionen gegen den Gasausbau reden.
Anschließend wird ein Blick darauf geworfen, welche Proteste es aktuell schon gibt, um anschließend zu diskutieren, wie gemeinsam der Gasausstieg angegangen werden kann.

Power to the Future findet deutschlandweit in zehn Städten statt und bringt
Energieexpert:innen, Klimagruppen, Gewerkschafter:innen, Bürgerenergie-Projekte und alle, die merken: „Hier läuft was falsch – dagegen müssen wir was tun“ zusammen.

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Kompass Weltwirtschaft - der PowerShift Podcast
 
Titelbild Kompass Weltwirtschaft 71
Supermagnete aus Myanmar: Was der Bedarf nach seltenen Erden geopolitisch und ökologisch bedeutet

Seltene Erden gelten als Rohstoffe der Zukunft. Sie stecken in E-Autos, Windrädern und Rüstungsgütern. Wer über diese Rohstoffe spricht, muss auch über Macht, Ausbeutung und globale Ungleichheit sprechen. Denn während Deutschland und Europa eifrig Supermagneten aus China importieren, entstehen die sozialen und ökologischen Kosten des Abbaus anderswo – zum Beispiel in Myanmar. Wie profitiert China vom Rohstoffhunger und wie hängt der steigende Abbau in Myanmar mit dem Bürgerkrieg dort zusammen? Wie beeinflusst der Bedarf an seltenen Erden aktuelle geopolitische Entwicklungen? Und wie können wir den Bedarf nach seltenen Erden reduzieren? Darüber sprechen Michael Reckordt und Maja Wilke, Referent*innen für Rohstoffpolitik bei PowerShift.

Podcastfolge 71
 
Titelbild Kompass Weltwirtschaft 70.1
Wie russische Oligarchen Sanktionen vor Geheimgerichten anfechten

Man stelle sich Folgendes vor: Als Reaktion auf den Krieg gegen die Ukraine verhängt die EU Sanktionen gegen russische Oligarchen, friert deren Milliardenvermögen ein – und dann verklagen genau diese Oligarchen europäische Staaten auf Entschädigung. Klingt absurd? Ist aber genau das, was gerade passiert. Und die Summen, um die es geht, sind schwindelerregend.

Podcastfolge To Go 70.1
 
PowerShift in den Medien
 

20.03.2026, Tagesspiegel Background
Europas Bergbau und die Energiewende: Hohe Standards oder bloße Versprechen? Dass die Transformation des Energiesystems metallische Rohstoffe braucht, steht für Maja Wilke und Michael Reckordt von PowerShift außer Frage. Aber sie warnen: Wenn die Umwelt und die Belange der betroffenen Menschen auf der Strecke bleiben, hat der Bergbau in Europa keine Zukunft. Weiterlesen

18.03.2026, ESG.Table
Mining: By international comparison, EU standards are average at best Environmental and social standards for raw material extraction in the EU could be improved. This is the conclusion from a new study conducted by two NGOs. Improvement is needed in two areas in particular. Weiterlesen

14.02.2026, Research against Global Authoritarianism
Fragen zum EU-Mercosur Abkommen im Dilemma. Interview mit Thomas Fritz Nach langen Verhandlungen steht das Handelsabkommen zwischen der EU und der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur nun kurz vor der Einführung. Es soll eine Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Menschen entstehen lassen, in der Zölle und Handelsbarrieren abgebaut und der Handel von Waren und Dienstleistungen ausgebaut werden soll. Am 17. Januar unterzeichneten die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, und die Regierungschefs der Mercosur-Mitgliedsstaaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay das Abkommen in Asunción, der Hauptstadt Paraguays. Am 20. Januar aber entschied das EU-Parlament, dieses Abkommen zunächst an den Europäischen Gerichtshof zu überstellen. Weiterlesen

13.02.2026, Table.Media
Bergbau: Warum ein neuer ESG-Standard umstritten ist Ein von der Bergbauindustrie vorangetriebener freiwilliger ESG-Standard soll das kleinteilige Zertifizierungsfeld vereinfachen. NGOs kritisieren ihn jedoch als zu vage. Zudem würden Betroffene nicht ausreichend in Projekte eingebunden. Weiterlesen

 
Spendenaufruf PowerShift
Politischen Wandel voranbringen – unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende!

Eine sozial gerechte Wärmewende, der Schutz von Wasserressourcen und demokratischen Beteiligungsrechten sowie der Widerstand gegen neue fossile Fehlentscheidungen brauchen eine starke zivilgesellschaftliche Stimme. Genau daran arbeiten wir bei PowerShift: mit fundierten Recherchen, politischen Analysen, Veranstaltungen, Podcasts und konkreten Handlungsvorschlägen für eine gerechte sozial-ökologische Transformation.

Damit wir diese Arbeit auch weiterhin kritisch, unabhängig und wirkungsvoll leisten können, sind wir auf Unterstützung angewiesen.

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PowerShift e.V.
Greifswalder Str. 4
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