PowerShift

Liebe*r ,

was haben Lieferketten, Chemikalien, Landwirtschaft und Datenschutz gemeinsam? Bei all diesen Themen will die EU-Kommission Regeln „entbürokratisieren“. Was harmlos klingt, hat es in sich: Umweltauflagen, Menschenrechte und Verbraucher*innenschutz könnten dabei unter die Räder kommen. Das Instrument dafür trägt einen etwas sperrigen Namen: Omnibus. Was genau dahintersteckt – und wer von der vermeintlichen Vereinfachung profitiert –, darum geht es in diesem Newsletter.

Deutschland und Europa suchen weltweit nach neuen Rohstoffquellen. Über neue Minen und Partnerschaften und wie die Rohstoffnachfrage bedient werden kann, wird viel gesprochen, über eine naheliegende Frage dagegen erstaunlich wenig: Wie können wir unseren viel zu hohen Rohstoffverbrauch senken? Bei der Alternativen Rohstoffwoche Ende September rücken wir genau diese Frage in den Mittelpunkt.

Und weil all diese Auseinandersetzungen eine starke Demokratie und Zivilgesellschaft brauchen, gehen wir am kommenden Samstag in Berlin gemeinsam mit vielen anderen Organisationen auf die Straße: für Menschenrechte, ein weltoffenes Berlin und klare Kante gegen Rechts.

Mehr dazu und was bei PowerShift in den nächsten Wochen ansteht lesen Sie in diesem Newsletter.

Wir wünschen eine aufschlussreiche Lektüre und vielleicht sehen wir uns am Samstag!

Ihr PowerShift-Team

 
PowerShift - Analyse
 
Titelbild EU Omnibusgesetze
EU-Omnibusgesetze: Deregulierung im Eiltempo

Unter dem Schlagwort „Vereinfachung“ baut die EU derzeit zentrale Schutzstandards ab. Gleich zehn Omnibuspakete greifen in bestehende Regeln ein – vom Lieferkettengesetz über Umwelt- und Chemikalienrecht bis hin zu Datenschutz und KI. Menschenrechte, Umwelt- und Verbraucher*innenschutz drohen dabei unter die Räder zu kommen.

Unser neues Briefing „Wir werden überrollt“ gibt einen Überblick über die Omnibusagenda, analysiert die geplanten Änderungen und zeigt, was die Deregulierung für Menschenrechte, Umwelt, Verbraucher*innen und demokratische Entscheidungsprozesse bedeutet.

Zur vollständigen Analyse (online und print)
 
PowerShift - Termine
 
Sterndemo 12.9.
Weltstadt mit Haltung: Klare Kante gegen Rechts

Sa., 12. September 2026 14:00 – 17:00 Uhr Anton-Wilhelm-Amo-Straße/Ecke Friedrichstraße, Berlin

Was sich in Berlin am 20. September entscheidet, hat Folgen weit über die Stadt hinaus. Bei der Abgeordnetenhauswahl entscheidet sich mit, welches Verständnis von Demokratie diese Stadt vertritt: eine Politik der Abschottung und Ausgrenzung oder eine offene Demokratie, die Menschenrechte unabhängig von Herkunft und Staatsangehörigkeit verteidigt. Wir rufen zur Kundgebung Weltstadt mit Haltung: Klare Kante gegen Rechts! auf.

Gemeinsam mit fast 100 Organisationen, Initiativen und Gewerkschaften gehen wir am Samstag für Demokratie, Menschenrechte und eine starke Zivilgesellschaft auf die Straße.

Die Kundgebung von BER und INKOTA startet um 14 Uhr an der Anton-Wilhelm-Amo-Straße/Ecke Friedrichstraße. Mit Redebeiträgen von VENRO, PowerShift, Decolonize Berlin, AfrikaRat Berlin-Brandenburg und weiteren Organisationen machen wir uns stark für ein weltoffenes und global gerechtes Berlin.

Gegen 15 Uhr schließen wir uns dem Demozug „Schutz der Menschenrechte und Demokratie“ zum Roten Rathaus an. Dort startet um 16 Uhr die Abschlusskundgebung.

Mehr Infos zur Sterndemo hier
 
Perspektiven aus Peru, Indonesien, Südafrika und den Philippinen – Weniger Rohstoffkonsum mehr Globale Gerechtigkeit
Weniger ist mehr: Warum ohne Reduktion keine Rohstoffwende gelingen kann

Di., 29. September 2026, 16:30 – 17:45 Uhr, Online

Perspektiven aus Peru, Indonesien, Südafrika und den Philippinen – Weniger Rohstoffkonsum mehr Globale Gerechtigkeit

Die Energiewende braucht Rohstoffe – doch unser Rohstoffverbrauch kann nicht einfach weiterwachsen. Was der Abbau von Kupfer und anderen Metallen für Menschen, Umwelt und Territorien bedeutet, zeigen Perspektiven aus Peru, Indonesien, Südafrika und den Philippinen.

Gemeinsam mit Red Muqui und Misereor diskutieren wir, warum Deutschland seinen Rohstoffverbrauch deutlich senken muss und welche politischen Schritte dafür nötig sind.

Deutsch und Spanisch mit Simultanübersetzung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Alternativen Rohstoffwoche vom 28. September bis zum 8. Oktober statt. Mehr Informationen zu weiteren Veranstaltungen in der Woche finden sich unter: ak-rohstoffe.de

Mehr Infos & zur Anmeldung
 
arw 2026 Verschwenden beenden! Erwartungen an den Circular Economy Act
Verschwenden beenden! Erwartungen an den Circular Economy Act

Mi., 30. September 2026, 12:00 – 13:15 Uhr, Online

Kreislaufwirtschaft neu denken.

Die EU verbraucht noch immer enorme Mengen an Rohstoffen – und viel zu wenig davon wird im Kreislauf geführt. Mit dem angekündigten Circular Economy Act bietet sich die Chance, das zu ändern. Doch was muss das Gesetz leisten, damit Produkte länger halten, Reparatur und Wiederverwendung gestärkt und Rohstoffe tatsächlich im Kreislauf geführt werden?
Darüber diskutieren wir mit Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – und fragen, wie Kreislaufwirtschaft zur Leitidee europäischer Wirtschaftspolitik werden kann.

Sprecher*innen:
Anna Cavazzini, Mitglied des Europäischen Parlaments, Grüne
Felix Quandt, ESG Strategy and Management, Schaeffler
Lena Steltzner, Political Advisor Circular Economy, Deutscher Naturschutzring
Moderation:
Michael Reckordt, Rohstoffpolitik, PowerShift
Sprache: Deutsch
Veranstalter: Deutscher Naturschutzring (DNR) und PowerShift

Mehr Informationen & zur Anmeldung
 
arw 2026 Rohstoffsicherung auf Kosten von Menschenrechten?
Untangling a Mess: Germany’s UFK Guarantee for a Copper and Gold Mining Project in a Conflict Zone

Fr., 2. Oktober 2026, 10:00 – 11:30 Uhr, Online

Rohstoffsicherung auf Kosten von Menschenrechten?

Mit staatlichen Garantien unterstützt Deutschland Rohstoffprojekte im Ausland, um die Versorgung deutscher Unternehmen langfristig abzusichern. Doch was passiert, wenn diese Projekte mit Menschenrechtsverletzungen, Konflikten und erheblichen Umweltrisiken verbunden sind?
Am Beispiel der Reko-Diq-Mine in der pakistanischen Provinz Balochistan, für die 2025 eine deutsche UFK-Garantie bewilligt wurde, diskutieren wir, wo die bisherigen Prüfmechanismen an ihre Grenzen stoßen – und welche Verantwortung Deutschland trägt, wenn Risiken für Menschen und Umwelt nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Mit Abdullah Abbas (Human Rights Council of Balochistan) und Vanessa Fischer (PowerShift), moderiert von Tala Batangan (Coalition for Human Rights in Development).

Veranstalter: Human Rights Council of Balochistan, Coalition for Human Rights in Development, Brot für die Welt, PowerShift
Sprache: Englisch

Mehr Informationen hier
 
Rohstoffgipfel 2026
Die Rohstoffwende ist der wirksamste Weg aus der Abhängigkeit

Di., 6. Oktober 2026, 17:00 – 19.00 Uhr, Berlin

Für eine demokratische und global gerechte Rohstoffpolitik

Beim 3. Rohstoffgipfel des AK Rohstoffe diskutieren wir, wie eine Rohstoffwende aussehen muss, die den Verbrauch von Primärrohstoffen senkt, Kreislaufwirtschaft stärkt und Menschenrechte und Umweltstandards verbindlich schützt.

Mit Vertreter*innen aus Politik, Gewerkschaften und internationaler Zivilgesellschaft – darunter Pia Marchegiani (FARN, Argentinien), Nik Völker (Mining Watch Portugal), Dr. Matthias Koehler (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Benjamin-Immanuel Hoff (IG Metall) und Hannah Pilgrim (AK Rohstoffe).

Mehr Informationen & Registrierung hier
 
Kompass Weltwirtschaft - der Podcast
 
Kompass Weltwirtschaft 77 Ein Blick hinter die Kulissen – vor der Alternativen Rohstoffwoche vom 28. September bis 6. Oktober und dem Rohstoffgipfel am 6. Oktober in Berlin.
Rohstoffwende statt Rohstoffrausch – die Rohstoffwoche und der Rohstoffgipfel

Zehn Tage Alternative Rohstoffwoche — und ein Gipfel, der die Gegenrechnung aufmacht.

Diesmal schauen wir bei „Kompass Weltwirtschaft“ hinter die Kulissen: Franziska Neumann-Lehmann und Hannah Pilgrim erzählen, wie die Alternative Rohstoffwoche und der Rohstoffgipfel entstehen, welche Themen gerade besonders umkämpft sind und warum es in der aktuellen Rohstoffdebatte dringend andere Stimmen braucht.

Die Alternative Rohstoffwoche läuft vom 28. September bis 6. Oktober. Zum Abschluss findet am 6. Oktober der Rohstoffgipfel in Berlin statt.

Zur Folge 77
 
PowerShift in den Medien
 

20.08.2026, Blog Mining, Sourcing and Cultural Systems
The Arctic as a contested resource region
The race for natural resources in the Arctic is in full swing. Arguments about the security of supply for so-called critical raw materials - needed for the energy transition, digitalization, and the defense industry - place significant pressure on the communities where extraction takes place. Weiterlesen

22.07.2026, Table.Briefings
Bergbau: Finanzierungsstandards laut Studie unzureichend Öffentliche Finanzierung berücksichtige die Risiken vom Bergbau nicht ausreichend. Das kritisiert die NGO Powershift. Aus Wettbewerbsgründen sei Transparenz aber nicht immer zu gewährleisten, heißt es aus dem Bankensektor. Weiterlesen

 
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